
viel spaß,
max-down-under









am fluß entlang gehts wieder zurück, fast genau den weg den ich gekommen bin. der rückweg dauert wieder fast 3 stunden, und trotzdem kriege ich keine schlangen zu gesicht. gut oder schlecht, wer weiß. die ladies im shop freuen sich, daß ich den weg zurück gefunden habe. insgesamt hat der trip knapp 6 stunden gedauert, und ich bin ziemlich froh wieder zurück zu sein, als es genau in dem moment, als ich am auto ankomme, anfängt wie aus kübeln zu schütten. der wetterumschwung bringt mir das seltene vergnügen, die 'remarkable rocks' im 'flinders chase nationalpark' ohne touristen bewundern zu dürfen. das wetter ist faszinierend, die wellen einfach nur gewaltig. mein kollege hat mir erklärt, daß die südküste der insel extrem ungeschützt ist, da praktisch nichts zwischen hier und der Antarktis ist. 


ich stehe um 5h auf, um 5h30 bin ich schon auf der piste. mit meinem rucksack latsche ich 40min von daheim zum office von ‚Sea Link’ in der innenstadt. 2 freundliche damen fragen mich nach meinem namen und geben mir meine bordkarte. draußen warten schon um die 20 leute auf den bus: spanier und franzosen. eine schulklasse, so 4-5 leute zwischendrin, der rest 60 aufwärts. ich sitze inmitten einer gruppe französisch sprechender inder. der bus fährt knapp zwei stunden bis nach Cape Jervis.
mit der fähre geht’s nach ‚Kyle’. es ist 10h als wir ankommen. ein alter zahnloser mann übergibt mir meinen mietwagen. im office der autovermietung unterschreibe ich den vertrag, die dame erklärt mir: ‚K-A-N-G-A-R-O-O-isle’ heißt so, weil es hier viele K-A-N-G-A-R-O-Os gibt. fahren sie vorsichtig! nachts dürfen sie nicht fahren, da sind zu viele K-A-N-G-A-R-O-Os auf der strasse und die versicherung zahlt nicht für wildschaden.’ auch sie ist australierin und offensichtlich meint sie es ernst. mein erstes mal auto-fahren auf der ‚falschen’ seite,
aber ich gewöhne mich schnell daran. genau so schnell wie an die toten K-A-N-G-A-R-O-Os, die im schnitt alle 200m am strassenrand liegen. irgendwie müssen das auch unglaublich dämliche oder zumindest gutgläubige tiere sein. man kann zwar sämtliche verwesungsstufen bewundern aber ich bekomme kein einziges lebendes zu gesicht. ich tröste mich mit der Karkalaken-rechnung ‚auf eine, die du sehen kannst, kommen 10, die du nicht siehst’.
auf meinem informations-wisch steht: Island Dream, check-in from 2pm. also entscheide ich mich, vorher an der Seal Bay einen zwischenstopp einzulegen. wie der name der bucht sagt, kann man hier Seelöwen bewundern. der alte Seebär an der kasse des souvenirladens ist stark kurzsichtig, und so dauert es eine ganze weile, bis er mir meinen beuscherpass ausgestellt hat. außerdem ist er der führer der hiesigen tour. er erzählt interessantes zeug über seelöwen, haie, die regierung und darüber, dass ‚wir’ nicht sonderlich viel über Seelöwen wissen. auch nicht, warum die population dramatisch zurückgeht: 50-75% der jungtiere überleben nicht. einmal haben sie versucht, verlassene junge aufzuziehen. die später freigelassenen tiere waren aber zu sehr auf den mensch fixiert und haben dann die fischer genervt. deswegen beschränken sie sich jetzt auf das beobachten, und wir dürfen nicht näher als 10m an die tiere ran. ist vielleicht auch ganz gut, denn sie stinken ziemlich. die erwachsenen tiere gehen immer 3 tage lang jagen, dann kommen sie zurück, füttern die jungtiere und schlafen 3 tage. danach geht’s von vorn los.
auf meinem informations-wisch steht: Island Dream, check-in from 2pm. Island Dream ist ein ferienhaus in Vivonne Beach. der strand hier ist kürzlich zum schönsten strand australiens gewählt worden. ein verrückter hat 5 jahre lang über 10.000 australische strände ‚getestet’ und ein ranking aufgestellt. Vivonne Beach ist auf platz 1. ich selbst bin mir da nicht so sicher, hab schon hübscheres gesehen.
nke ich mir. falls nicht, scherzt er, hätten sie in Vivonne Beach einen universalschlüssel, der in allen häusern passt: sie nennen ihn ‚stein’. er grinst mit seinem zahn. der schlüssel ist tatsächlich im sicherungskasten. nach einem strandspaziergang und ner dusche wird’s schon dunkel. die Wallabies kommen bis auf die terasse. überhaupt ist nachts die hölle los: alles rennt, hüpft und kreischt. trotzdem schlafe ich fantastisch.